Achtet auf eure NachbarInnen!

Fachwerkhaus und Strasse in Darmstadt-Bessungen, im Vordergrund ein Aushang für Hilfsangebote

In den letzten Tagen und Wochen sind in Darmstadt viele Initiativen, Gruppen und Projekte entstanden. Die meisten wollen Menschen, die sich in freiwilliger Isolation oder in Quarantäne befinden, mit Einkäufen und anderen Erledigungen helfen.

Initiativen

Die Darmstädter Gemeinden bieten Hilfe an. Auch die Lilien engagieren sich: soli-DA-risch.de soll Hilfsangebote koordinieren und dafür sorgen, dass Hilfe dort ankommt, wo sie gebraucht wird. Meine Seite und die Website corona-hilfe-darmstadt.de listet eine Reihe von Initiativen und Kontaktmöglichkeiten. Diverse Facebook- WhatsApp- und Telegram-Gruppen wurden gegründet.

In der Nachbarschaft helfen

Ein großer Nachteil der online gut vernetzten Initiativen: Viele Menschen, die aufgrund ihres höheren Alters zur Risikogruppe gehören und am meisten Hilfe benötigen, benutzen weder soziale Medien noch das Internet.

Isolation und Kontaktarmut betrifft viele ältere und kranke Menschen, auch ganz unabhängig von der aktuellen Krise.

Darum ist jetzt umso wichtiger, was eigentlich immer selbstverständlich sein sollte: Helft den Menschen in nächster Umgebung. Überlegt, wer in eurem Haus oder in eurer Straße wohnt und Unterstützung benötigen könnte.

Hängt einen Ausdruck mit Telefonnummern der Initiativen und hilfsbereiter NachbarInnen in eurem Haus auf oder werft ihn in die Briefkästen.

Vordrucke und digitale Einkaufslisten

Vordruck für Hilfsangebote für den Briefkasten (PDF-Datei)
Vordruck für Aushang im Haus (PDF-Datei)

Auf bring.de kann eine App zum Erstellen gemeinsamer Einkaufslisten heruntergeladen werden.
Ohne App und Anmeldung können z.b. auf bringabottle.de Einkaufslisten erstellt und bearbeitet werden.

Auf Abstand und Hygiene achten – auch beim Helfen!

Achtet beim Helfen auf Händewaschen und auf eine Übergabe ohne persönlichen Kontakt, damit nicht neue Infektionsketten entstehen.

Wenn nachbarschaftlich geholfen wird, können Lebensmittel vor die Tür gestellt und als Signal z.B. dreimal klopfen oder klingeln ausgemacht werden – dann kann nach kurzer Zeit die Tür sicher geöffnet werden.

Das Geld kann dann in den Briefkasten eingeworfen werden – Quittung in der Einkaufstüte nicht vergessen! – oder es kann ausgemacht werden, dass das Geld in einem Umschlag vor die Tür gelegt wird, während der Helfer oder die Helferin in sicherem Abstand wartet.

Danke an alle HelferInnen – gemeinsam überstehen wir diese Krise.

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